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gekürt 27|09
 
Die grössten Stadträume sind nicht für die grössten Passantenflüsse

Bachelard Wagner Architekten gewinnen den Wettbewerb Bernoulli-Walkeweg in Basel. Cédric Bachelard beantwortet unsere drei Fragen.

Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?

Cédric Bachelard: Das Projekt spielt mit den Grenzen der Formerkennung. Zwei Entwurfsstrategien werden kombiniert eingesetzt; eine plastische Formung des Baukörpers mit Einschnitten einerseits, und eine starke strukturelle Differenzierung von den drei Hausfunktionen – Geschäfte, Büros und Wohnen andererseits. Die Funktionsübergänge und volumetrischen Veränderungen sind systematisch versetzt, so dass das Haus als Kollage von Einzelteilen, gefasst in einem Körper, wirkt; also eine ganz alte Erfindung.

Wie verhält sich der Bau zur Umgebung?

Gesprächig: die Orientierung der Volumeneinschnitte nimmt Bezug auf den Platzraum, sowie die Verkehrsflüsse im Sockelbereich und begleitet die Hauptbewegung der Stadtstruktur in der Staffelung der oberen Geschosse. Die Hauskomponenten wirken auf die verschiedenen Stadtmassstäbe – maximale Offenheit des publikumsorientierten Erdgeschosses, strahlende Präsenz der offenen Bürogeschosse auf den Kreuzungs- und Platzraum und ikonografphischer Fernbezug der schwebenden schweren Gebäudekrone.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?

Im Wegkommen von der Idee, dass die grössten Passantenflüsse den grössten Stadtraum beanspruchen.