|  | |  St. Galler Blumenberge: preiswürdig | Ausgezeichnet – Vogt Landschaftarchitekten gewinnen den Schulthess-Gartenpreis 2010 des Schweizer Heimatschutzes für zwei Arbeiten: Die «Blumenberge», die den Hauptsitz der Helvetia Patria in St. Gallen umgeben, und die Umgebung des SIA-Hochhauses in Zürich als urbanes Projekt. Gemäss der Jury haben sich die Landschaftsarchitekten in St. Gallen mutig auf Neues eingelassen und anstelle konventioneller und pflegeleichter Begrünung das Konzept der Blumenberge wörtlich umgesetzt. In Zürich haben sie im Zuge des Umbaus des SIA-Hochhauses mit der Schaffung einer neuen Blickachse eine Verbindung vom Strassenraum zum alten botanischen Garten hergestellt, die mit der Bepflanzung den Bezug zusätzlich unterstreicht. Die Preisverleihung findet am 28.05. in St. Gallen statt. Den Text des Heimatschutzes findet man hier. jn |
|  | |  Schwarze Ikone in Chicago | Bruce Graham – ist der Schöpfer der beiden schwarzen Chicagoer Hochhaus-Ikonen Sears Tower und Hancock Center – er starb 84jährig. In Kolumbien geboren, kam er in den 1940er-Jahren nach Amerika, um Ingenieur zu werden. Nachdem er seine Liebe zur Architektur entdeckt hatte, erhielt er von Mies van der Rohe den entscheidenden Tipp und trat daraufhin eine Lehre bei Holabird, Root and Burgee an. Gemäss Mies war dies das einzige Büro zu jenen Zeiten, das «permanente Gebäude» erstellte – im Gegensatz zu den billigen Provisorien, die der Nachkriegsdepression in den USA geschuldet waren. Neben den zwei herausragenden Bauten in Chicago – das Hancock Center mit der aussenliegenden Tragstruktur und der Sears Tower, von 1973 bis 1996 das höchste Gebäude der Welt – beteiligte sich Graham unter anderem auch am Stadtentwicklungsplan Chicago 21 Plan und an der Planung des Canary Wharf in London. jn |
|  | |  Vision von gestern – Lösung für morgen? | Denk mal! Schutz – für Le Lignon. Der längste Wohnblock Europas wird unter Denkmalschutz gestellt und entzweit auch rund vierzig Jahre nach seiner Erstellung die Geister. Unter dem boulevardesken Titel «Wenn aus Schandflecken Denkmäler werden» fasst Philippe Zweifel in den Onlineausgaben der BaZ und der Berner Zeitung die wechselvolle Geschichte dieser und auch anderer Grosssiedlungen – Lochergut in Zürich und Tscharnergut in Bern – zusammen. Dass sich mittlerweile junge und gut ausgebildete Menschen für Wohnungen in solchen Anlagen interessieren, kommt in seinem Block-bashing nur als Fussnote vor; warum sie das tun, gar nicht. Auf die Gründe der Unterschutz-Stellung wird nur am Rande eingegangen: «weil er nach Ansicht des Kantons Genf in Europa architektonisch einzigartig ist.» – Ja, was denn sonst ist der längste Wohnblock Europas? Gebäude mit einem verhältnismässig kleinen Fussabdruck scheinen ja einerseits wieder im Kommen zu sein (Hochhäuser in Zürich) und andererseits die naheliegendste Antwort auf Zersiedelung und Landverschleiss. jn |
Bild: architekturclips.de |  | |  Abstrahierte Flaggen | Film der Woche – eine Transmedia-Echtzeitinstallation für das SANAA-Gebäude auf dem Gelände der Zeche Zollverein Essen. Ausgangspunkt der Installation sind die Farben und Proportionen der Flaggen der Länder der Kulturhauptstädte zwischen 1985 und 2019. Sie werden auf die Fassaden des SANAA-Gebäudes projiziert. Hier geht's zum Film. jn |
|
|