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Personen, Preise, Pointen |
|  | |  | Frische Luft im kühlen Norden Ja, bisweilen hatten wir die Hitze hierzulande schon satt, mussten schwitzen und sehnten uns nach kühlen Nächten und frischer Landluft. So geben wir im letzten eMagazin vor der Sommerpause noch rasch ein paar Tipps für Unentschlossene. "Treehotel" lautet der Name eines schwedischen Beherbergungsensembles, in dem keine Hotelzimmer herkömmlicher Art, sondern schnuckelige Baumhäuschen vermietet werden. Da zwitschern die Vöglein, da ruft der Kuckuck – kein Mensch weit und breit, Natur pur. So es sie denn überhaupt noch geben mag. Natürlich ist jedes Baumhäuschen mit besonderem architektonischem Anspruch entworfen – Vogelnest, Nikolaushaus en miniature, eleganter Kubus, verspiegeltes Mysterium – Architekten wie Tham & Videgard, Marge Arkitekter, Cyren & Cyren und andere sorgen für jene Vielfalt, die für jeden etwas bieten kann. Online zu bewundern sind die schattigen Paradieschen mit fantastischer Aussicht hier. Wer die womöglich bösartigen Stechmücken im feuchten Skandinavien fürchtet, kann sich architektonisch reizvolle, moderne Ferienhäuschen auch in andern Regionen aussuchen. Urlaubsarchitektur macht's möglich. Was einmal mit den so genannten Designhotels anfing, konnten sich meistens nur die Betuchten leisten. Bei der "Urlaubsarchitektur" gibt es aber auch preiswerte Interimsquartiere. Und wer vom Arbeitsort immer nur kurz weg kann, gönnt sich vielleicht ein Wochenendhäuschen in der nahen Umgebung – spart umweltfreundlich Fahrt- und Flugkosten, auch nicht schlecht. Die Architekten Hütten & Paläste (die heißen wirklich so) bauten ein kleines Häuschen – also eine Datscha – in Neubrandenburg. Also nichts wie raus aus dem steinernen Berlin in die Sommerfrische auf dem Lande. ub
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|  | |  | Der Urlaub kann kommen Nun ist sie da, die Sommerzeit, die Reisezeit. Und was wäre ein Urlaub ohne Staus auf den Autobahnen, ohne überhitzte und überfüllte Züge und ohne Fluglotsenstreik? Er wäre von Anfang bis Ende erholsam. Und auch diese Zeiten sind bald vorbei: Wir werden keine Jetlag-geplagten Business-Class fliegenden Manager mehr sehen, denen der Kopf auf die Brust sinkt und die Financial Times zu Boden rutscht. Denn damit Reisende in Zukunft auch die Wartezeiten bequem verbringen können, hat das russische Architektenteam arch group eine Sleepbox entworfen. Die Idee basiert auf den japanischen Kapselhotels. Nur dass die Sleepboxen auf Flughäfen und Bahnhöfen oder Autobahnraststätten aufgestellt und von Reisenden gemietet werden können. Mit einer Grundfläche von 2 x 1,4 Metern und einer Höhe von 2,3 Metern bieten sie Platz zum Ausruhen und Schlafen. Außerdem gibt es WLAN und Anschlüsse zum Laden von Handys, Laptops und anderen Geräten der medialen Zeit. Gemietet werden können sie im Viertel-Stunden-Takt. Dann werden sie automatisch gereinigt und nach dem Vorbild von Handtuchrollen mit einem neuen Betttuch überzogen. Das Design ist der iPod unter den Minihotels. Lackierte MDF-Platten und Holz. Ruhige Formen. In schlichtem Weiß oder knalligem Grün, der Gestaltungsfreude werden keine Grenzen gesetzt und es ist trotzdem kaum möglich, das einfache zeitgemäße Design zu stören. Wer die Gerüchteküche belauscht, erfährt, dass für den Dubai Airport 50 bis 70 dieser Boxen geplant wurden. Möglicherweise ist die westliche Welt aber auch noch nicht bereit für die kurzen Powernaps. Denn wenn man die Kommentare auf verschiedenen Internetseiten liest, kommt man zu dem Schluss, dass ein rundum erholsamer Urlaub für die meisten gar nicht erstrebenswert ist. Man hätte ja auch hinterher viel zu wenig zu erzählen! Petra Bohnenberger
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|  | |  | Ab damit in den Koffer Urlaubszeit ist Reisezeit. Doch auf gute Architektur muss man auch während der schönsten Tage des Jahres nicht verzichten. Den mittlerweile zahlreichen Architekturführern sei's gedankt. Drei Neuerscheinungen aus dieser Vielfalt werden hier nun vorgestellt. Berlin hat in Sachen Architektur einiges zu bieten. Um in diesem Wust auch die unbekannteren, kleinen Bauten zu finden, klemme man sich den neuen "Architekturführer Berlin-Mitte" unter den hoffentlich kräftigen Arm. Denn mit mehr als 1.100 Seiten bringen die beiden relativ großen Bände mit knapp 1,8 Kilogramm ordentlich Gewicht auf die Waage. Doch die Mühe lohnt. Denn Dorothee Dubrau, die von 1990 bis 2006 Baustadträtin in Berlin war, stellt in ihrem Architekturführer nicht nur die hinreichend bekannten Neubauten der sogenannten Stararchitekten vor, sondern nimmt sich auch kleiner Wohnhäuser, Remisen, sanierter Gebäude, dem öffentlichen Raum, vom Abriss bedrohter Bauten... an. Einer ausführlichen Einleitung folgen 18 Kapitel: für jeden der 14 historischen Stadtteile einer plus "Bauten des Bundes", "Botschaften und Landesvertretungen", "Abrisse" und "Öffentlicher Raum". Dabei ist jedes Kapitel wiederum in eine Einführung, eine detaillierte, gut lesbare Karte und die Beschreibung der Bauten unterteilt. Diese Feingliederung kommt dem Leser bei seiner Lektüre sehr entgegen, die unterschiedlichen farbigen Markierungen eines jeden Kapitels am oberen Seitenrand leisten ein Übriges. Zu jedem Projekt stillt nach den Angaben von Adresse, Architekt, Bauherr und Baujahr ein profunder Text den Wissensdurst des Architekturliebhabers. Mit einem Preis von 38 Euro ist dieser Architekturführer mehr als günstig, wobei dazu auch zahlreiche, am Beginn des Buches aufgeführte Sponsoren beigetragen haben. Und eine Kleinigkeit sollte man nicht vergessen: den Blick in die hintere Umschlagseite, auf der das Liniennetz der Schnellbahn zu finden ist. Eine unerlässliche Hilfe bei der Planung, ebenso wie das Architektenverzeichnis im Anhang. Für ein kleines, sehr handliches Format hat man sich bei Scheidegger & Spiess für den Architekturführer "Zürich wird gebaut. Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur 1990-2010" entschieden. Als Taschenbuch und nicht als gebundene Ausgabe eignet er sich bestens dazu, in den Rucksack oder in eine größere Hosentasche gepackt zu werden und seinen Besitzer auf den Streifzügen durch die Schweizer Stadt an See und Fluss zu begleiten. Der Titel spiele darauf an, so Roderick Hönig in seinem Vorwort, dass in Zürich in den vergangenen zwanzig Jahren besonders viel gute Architektur gebaut worden sei. So wurden im Vergleich zur ersten Ausgabe 61 Bauten neu aufgenommen, 42 weitere erachtete der Herausgeber als so wichtig, dass sie den Sprung vom alten, bereits ausverkauften Buch ins neue geschafft haben. Die Bandbreite reicht dabei von öffentlichen Gebäuden über Privatbauten bis hin zu Ingenieurbauwerken, wie dem Bahnhof Stadelhofen. Jedes Objekt wird auf einer Doppelseite mit einer tabellarischen Information zu Architekt, Kosten, Adresse..., einem kurzen Text, einem Bild und meist zwei Plänen vorgestellt. Besonders hilfreich sind die Angaben zur nächsten Haltestelle des ÖPNV und den dort passierenden Linien. Zur einfacheren Recherche sind die 103 Objekte darüber hinaus in vier Gebiete, wie Zürich City und Zürich West, und damit Kapitel unterteilt. Auf den Karten, die einem jeden vorangehen, hätte man sich zur besseren Orientierung noch den einen oder anderen Straßennamen gewünscht. Einheitliche, gut lesbare Pläne und die Fotografien des bekannten Fotografen Roger Frei, der alle Objekte eigens für dieses Buch vor die Linse genommen hat, zeugen von der Qualität des Büchleins. Das Vorwort, eine Einleitung, ein Essay über den Erfolg junger Architekturbüros und der Anhang mit Architekten- und Objektverzeichnis runden die mit 29,90 Euro preislich angemessene Publikation ab. Wer von der Stadt genug hat, der schnappt sich den "Architekturführer Ostfriesland". Ostfriesland bietet seinen Besuchern nicht nur schöne Strände, sondern auch jede Menge sehenswerte Baudenkmale und Kunstgegenstände. An welchen teils versteckten Orten diese zu finden sind, zeigt Gottfried Kiesow in diesem Buch. Kiesow betreute als Bezirkskonservator in den 1960er Jahren dieses Gebiet, kennt sich somit bestens aus. Die Präsentation der Informationen – mit einem Schwerpunkt auf den Stadt- und Dorfkirchen – erinnert stark an einen klassischen Reiseführer, der den Leser mitnimmt auf eine Tour durch vier Städte und sechs Regionen. Hinzukommt ein Extrakapitel mit der Seebad- und Urlaubsarchitektur der Inseln. In jedem Kapitel werden die Gebäude nach einer geschichtlichen Einführung nicht jeweils einzeln beschrieben, sondern eingebettet in einen Fließtext. Dem, der nicht planen will, macht es dieses Buch somit einfach. Wer sich allerdings lieber nur einen Bau hier, eine Kirche dort anschauen möchte, der muss sich aus dem Text mühsam die entsprechende Beschreibung heraussuchen. Sehr hilfreich sind dagegen die Karten und Stadtpläne, auf denen mit fortlaufenden Nummern die besprochenen Gebäude markiert sind. Leider tauchen diese Nummern im Fließtext nicht mehr auf, stimmen mit den Bildnummern nicht überein. So gestaltet sich auch die Suche nach der passenden Fotografie als schwierig. Letzteren sieht man deutlich an, dass hier kein Profi am Werk war und auch in die Bearbeitung der Bilder nicht ausreichend Zeit investiert worden ist. Nach innen fluchtende Gebäudekanten hätten perspektivisch entzerrt, manch störender Schnipsel eines Baumes oder einer Straßenkante am Bildrand entfernt werden müssen. Mit 384 Seiten und einem Format von 13,5 x 19 Zentimetern ist dieser Architekturführer für Rucksack oder Handtasche gerade noch klein genug und mit 24,80 Euro sein Geld trotz der Nachteile auch wert. Denn immerhin verbergen sich darin Informationen zu einem relativ großen Gebiet, nicht nur zu einer Stadt, und zu historischen Gebäuden. Und deren Geschichte zu erfassen, ist weitaus zeitaufwändiger als bei Neubauten. sh
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|  | |  | Film der Woche "Q-Drum", so heißt die Erfindung, die den Wassertransport in den ärmsten Ländern der Welt erleichtert. Hier sehen Sie, wie's funktioniert. |
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